Donnerstag, 16. Oktober 2014

EMS Training - Elektrische Muskelstimulation

Was ist EMS Training?

Der Ursprung des EMS Trainings liegt in der Physiotherapie und kommt dort als Reha-Maßnahme zum Einsatz, um Muskelschwund nach einem Unfall oder einer Operation zu verhindern. Der Muskel wird gestärkt, ohne dass er tatsächlich bewegt wird.
Auch im Leistungssport ist dieses Training sehr bekannt und nun finden wir EMS Training auch immer häufiger im Fitnesssport.

Muskelbewegungen entstehen durch elektrische Impulse. Normaler Weise zieht sich ein Muskel zusammen, wenn bei körperlicher Anstrengung elektrische Impulse vom Gehirn durch die Nervenbahnen geleitet werden. Dieser Impuls wird im Rückenmark umgeschaltet und landet beispielsweise im Bizeps, der sich daraufhin zusammenzieht. Dieser Befehl kommt beim EMS Training nicht vom Nervensystem, sondern über Elektroden von außen und wird direkt auf den Muskel übertragen. Dem Muskel ist es egal, woher die Stimmulation kommt, hauptsache er bekommt seinen Impuls zum Anspannen. Die Elektroden sind in Funktionskleidung eingenäht. Diese spezielle Funktionskleidung muss für das Training getragen werden. Es gibt verschiedene Anbieter, die verschiedene Kleidung und Geräte bieten.

Das Training ist ganz anders als klassisches Training mit Hanteln. Es fühlt sich an, als wäre ein Bein eingeschlafen und würde nun wieder durchblutet - es kribbelt. Je nach Intensität kribbelt es stärker oder schwächer. Jede Elektrode wird individuell angepasst. Im Anzug befinden sich Elektroden an Bizeps, Trizeps, oberer Rücken, Brust, unterer Rücken, Bauch, Po und an den Oberschenkeln vorn und hinten. Die Elektroden müssen angefeuchtet werden, um den Strom optimal zu leiten. Niederfrequenter Strom wird durch die Muskeln geleitet, die sich daraufhin zusammenziehen und so zum Wachstum angeregt werden sollen. Der schwache Strom wird gleichzeitig durch alle Elektroden geleitet - der gesamte Körper kribbelt. 

Das Training - 20 Minuten

Das Training erfolgt immer mit einem geschulten Personal Trainer, der an einer Art Mischpult die Intensität des Stroms an jeder Elektrode einstellt und anschließend dann die Übungen zeigt. Nach dem Einstellen der Intensität haben wir als erstes die Grundstellung gelernt: Brust vor, Po raus, dabei einen geraden Rücken haben und die Handflächen aneinander pressen. 
Beim ersten Training mussten wir uns an das komische Gefühl, dieses Kribbeln erst gewöhnen und arbeiteten an unserer Koordination. Es ist nicht ganz einfach, auf einem Bein die Balance zu halten, während dein ganzer Körper kribbelt und sich zusammenziehen möchte. Wir mussten uns konzentrieren und dagegen halten. Aber das lernten wir schnell. 
Beim zweiten Training ging alles schon viel besser. Wir fingen daher an, die Intensität des Stroms an einigen Stellen zu erhöhen. Das bedeutet mehr dagegen zu halten, also ein noch intensiveres Training. Da wir die Abläufe und Übungen schon kannten, konnten wir uns voll auf die richtige Ausführung konzentrieren.
Beim dritten Training haben wir erneut die Intensität des Stroms gesteigert und wir hatten auch das erste Mal nach dem EMS Training am nächsten Tag etwas Muskelkater. Uns fiel beim dritten Training auf, dass es doch immer wieder die gleichen Übungen sind, die wir machten. Auf Dauer würde uns das etwas zu eintönig werden.

Warum EMS?

Als erstes ist es ein recht intensives Training in ziemlich kurzer Zeit. Was im Fitnessstudio vielleicht eine Stunde dauern würde, ist mit EMS Training in 20 Minuten möglich, da viele der großen Muskelgruppen gleichzeitig stimmuliert werden. Des Weiteren können durch EMS nahezu 100% dieser Muskelfasern gleichzeitig aktiv werden, während sich beim klassischen Hanteltraining erst die ausdauernden roten Muskelfasern und anschließend die schnellen weißen Muskelfasern anspannen. Auch können Muskeln trainiert werden, die mit klassischem Training schwer zu erreichen sind, wie z.B. bestimmte Rückenmuskulatur oder die Beckenbodenmuskulatur.
Es ist ein sportartspezifisches Training möglich, das heißt ein Golfer oder Handballer macht seine sportarttypischen Bewegungen mit EMS und stärkt auf diese Weise für ihn wichtige Muskeln, arbeitet durch die sportartspezifische Bewegung aber gleichzeitig koordinativ, damit es den gleichen Effekt wie das klassische Training hat (nur eben in kürzerer Zeit).
EMS kann auch therapeutisch eingesetzt werden wie z.B. bei Rückenproblemen oder Nackenverspannungen. Schon nach wenigen Trainingseinheiten zeigen sich Verbesserungen und Erfolge.

EMS Training als Ergänzung

Für die meisten allgemeinen Fitness- und Trainingsziele wie Gewichtsreduktion, Muskeln straffen, an der Haltung arbeiten, die Wirbelsäule stärken oder Schwangerschaftsrückbildung reicht das EMS Training einmal in der Woche aus. Wer ambitioniertere Ziele hat, muss auch mehr investieren: Leistungssportler trainieren mit EMS sportartspezifisch, um sich auf ihrem Gebiet zu verbessern. Für Bodybuilder und Fitnessfreaks ist EMS eine Ergänzung zum intensiven Krafttraining.
Besonders ältere Menschen oder Menschen, die in der Bewegung eingeschränkt sind, können vom EMS Training profitieren.

Was nützt mir viel Kraft, wenn ich sie nicht richtig einsetzen kann? Bei einem guten EMS Training sollten also immer sporttypische Bewegungen (Kniebeugen, Ausfallschritte, Bauchübungen, etc) nachgeahmt werden und ein Ausdauertraining ergänzt werden. Auch ein Ausdauertraining ist mit EMS ist möglich z.B. in Verbindung mit einem Crosstrainer. Ohne dies halten wir persönlich EMS Training als alleiniges Training für wenig sinnvoll. Es kommen für uns einfach einige Dinge zu kurz: Ausdauer und Koordination. Um rundum fit zu sein, sollte man ein Gesamtpaket aus Kraft, Ausdauer und Koordination wählen, oder entsprechend ergänzen. Ein weiterer Knackpunkt sind die hohen Kosten für das Training, die sich nicht jeder leisten kann. 

Wir fühlten uns bei unserem EMS Training sehr wohl und gut aufgehoben mit unserem Personal Trainer Daniel Römermann (Inhaber von Bodyforming Hannover), der uns jedes Mal rund 30 Minuten lang seine volle Aufmerksamkeit schenkte und auf alles achtete. Das Training ist mal etwas komplett anderes, fordert deinen Körper und gibt neue Reize. Wir können jedem empfehlen, es zumindest auszuprobieren.
Wer das Geld  und die Möglichkeiten hat, sollte EMS Training als Ergänzung zum klassischen Krafttraining und Ausdauer nutzen.


What is EMS Training?

The origin of the EMS training is in physical therapy and is there as a rehabilitation measure used to prevent muscle loss after an accident or surgery. The muscle is strengthened, without being actually moved.
Even in professional sports, this training is very well known and now we find EMS training more and more frequently in fitness sports.


Muscle movements caused by electrical impulses. Normally, a muscle contracts, because during physical exertion electrical impulses are conducted from the brain through the nerve tracts. This pulse is switched in the spinal cord and lands, for example, in the biceps, which contracts then. This command doesn't come from the nervous system in EMS training, but via electrodes from the outside and is transmitted directly to the muscle. The muscle itself doesn't matter where the stimmulation comes from, the main thing is he gets his pulse for tensioning. The electrodes are sewn into functional clothing. This special function clothing must be worn for training. There are several vendors that offer different clothing and equipment.

The training is quite different from classical training with dumbbells. It feels as if a leg fell asleep and would then perfused again - it tingles. Depending on the intensity it tingles stronger or weaker. Each electrode is individually adjusted. In the suit itself electrodes are at biceps, triceps, upper back, chest, lower back, abdomen, buttocks and thighs front and back. The electrodes must be moistened to conduct the current optimal. Low-frequency current is passed through the muscles, which contract and then shall be stimulated to grow. The low current is conducted simultaneously by all electrodes - the whole body tingles.

The workout - 20 minutes

The workout is always done with an experienced personal trainer, who adjusts the intensity of the current at each electrode
on a mixing console and then shows the exercises. After adjusting the intensity we first learned the basic position: pre-bend the chest, get out butt, while having a straight back and press the palms together.
At the first workout we had to get used to the funny feeling - this tingling - and worked on our coordination. It's not easy to keep the balance on one leg while your whole body tingles and would like to contract. We had to focus and resist it. But we learned quickly.
In the second workout everything was much easier. Therefore we started to increase the intensity of the current at some electrodes. That means more resistance, so a more intense workout. Since we already knew the procedures and exercises, we were able to focus on the
the correct execution of the exercises. In the third workout we increased the intensity of the current again and we felt a little sore after an EMS workout the next day for the first time. We noticed after the third workout, that we made the same exercises over and over again. In the long run it would be a bit too monotonous for us

Why EMS?

First, it's a quite intensive training in a fairly short time. What might take an hour in the gym, is possible in 20 minutes with EMS training, because many of the major muscle groups are stimulated simultaneously. Furthermore, nearly 100% of these muscle fibers are active simultaneously in EMS training, while in classic dumbbell training firstly the perennial red muscle fibers and then the fast white muscle fibers
tighten. Also muscles can be trained, which are difficult to achieve with classical workout, such as certain back muscles or the pelvic floor muscles.
A sport-specific training is possible, that means a golfer or handball player does his typical movements with EMS and thus strengthening the important muscles,
but at the same coordinate working through the sport-specific movements, so that it has the same effect as the classical workout (only in a shorter time).
EMS may also be used therapeutically, such as back problems or neck strain. After just a few workouts you can see improvements and accomplishments


EMS training as an addition

For most general fitness and training goals, such as weight loss, tone muscles, work on posture, strengthen the spine or pregnancy regression you can do EMS Training once a week. Who has more ambitious goals, also needs to invest more: athletes train sports-specific
with EMS, in order to improve on their "territory". For bodybuilders and fitness freaks EMS is an addition to intensive strength training.
Especially older people or people who are restricted in movement can benefit from EMS training.


What if I have a lot of power, but cannot use it properly? Therefore always sport typical movements (squats, lunges, abdominal exercises, etc) should be imitated and endurance training should be an addition. Also endurance training is with EMS is possible eg in connection with a elliptical machine. Without this, we personally think, that EMS workout as the only workout makes little sense. We miss several things: endurance and coordination. To be completely fit, you should choose a total package of strength, endurance and coordination. Another sticking point is the high cost for the training, which not everyone can afford.
We felt very well in our EMS workout and were really in good hands with our personal trainer Daniel Römerman (owner of Bodyforming Hannover), who gave us around 30 minutes (for each workout) full attention and paid attention to everything. The workout is something completely different, challenges your body and provides new stimuli. We recommend it to anyone to at least try it.
Who has the money and the opportunities EMS training should be used as an addition to traditional strength training and endurance.


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